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16.02.2007
Ein "Wort zum Sonntag" und ein "Wort zum Freitag" (Bild: AP) Ein "Wort zum Sonntag" und ein "Wort zum Freitag" (Bild: AP)

Plädoyer für ein "Wort zum Freitag"

Größte Organisation der Muslime in Deutschland begrüßt Initiative des ZDF

Der Imam und Dialogbeauftragte der türkisch-islamischen Anstalt für Religion (Ditip), Bekir Alboga, hat die Pläne des ZDF begrüßt, ab Mai jeden Freitag eine Verlautbarung für Muslime und Menschen, die am Islam interessiert sind, in das Online-Angebot des Senders aufzunehmen.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Alboga am Freitag, "wenn es ein Wort zum Sonntag gibt, dann sollte es auch ein Wort zum Freitag geben, wir bezahlen ja auch Steuern, und wir sind mit Hilfe der Islamkonferenz auf dem Wege, gleichberechtigt zu werden."

Seine Organisation und der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland würden nun eine Kommission gründen, die die Themen und Redner auswählen soll, so Alboga. Langfristig dürfe das "Wort zum Freitag" aber nicht nur im Internet verbreitet werden. Es müsse dann auch einen festen Sendeplatz im TV-Programm erhalten. Das "Wort zum Freitag" könne einen Beitrag zur Aufklärung über den Islam leisten - nicht nur unter den Christen, sondern auch bei den Muslimen, so Alboga.

"In Deutschland steigt die Angst vor dem Islam jedes Jahr um 5 bis zehn Prozent. Diese Angst entsteht dadurch, dass man sehr schreckliche Bilder aus dem Nahen Osten sieht." Diese Bilder würden mit dem Islam gleichgesetzt - auch von vielen Muslimen in Deutschland. Der Aspekt der Information sei aber nicht alles: "Das wird schon ein spirituelles Wort sein, in dem man das Wort Gottes und seines Gesandten zitiert", so der Imam.


 
 

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