Die Vertreterin des Naturschutzbunds Deutschlands, Heike Finke, hat anlässlich der Konferenz zur Washingtoner Artenschutzkonvention CITES in Den Haag dafür plädiert, den Handel mit bedrohten Haiarten zu verbieten. Sie warf einigen der beteiligten Staaten Kurzsichtigkeit vor. Vielfach zähle nur der schnelle Gewinn.
Die Vertreterin des Naturschutzbunds Deutschlands (NABU), Heike Finke, hat anlässlich der Konferenz zur Washingtoner Artenschutzkonvention CITES dafür plädiert, den Handel mit bedrohten Haiarten zu verbieten.
Es seien "dringend Maßnahmen" erforderlich, sagte Finke am Dienstag im Deutschlandradio Kultur. "Die Haie existieren seit 400 Millionen Jahren auf unserem Planeten und wir haben es in den letzten zehn Jahren der Überfischung geschafft, sie wirklich an den Rand der Ausrottung zu bringen."
Finke verwies besonders auf die Situation des Dornhais, aus dessen Bauchlappen Schillerlocken hergestellt werden. Dessen Reproduktionsrate sei sehr gering. Zudem würden immer jüngere Tiere gefischt, die noch nicht die Geschlechtsreife erreicht hätten. Weil konkrete Daten fehlten, sei es derzeit aber nicht möglich, ein Handelsverbot für die Tierart zu erreichen, so die NABU-Vertreterin, die an der CITES-Konferenz in Den Haag teilnimmt. Dort werde darüber diskutiert, Dorn- und Heringshai in den Anhang Zwei des Artenschutzabkommens aufzunehmen. Wie Finke erläuterte, bedeutet dies einen kontrollierten Handel, bei dem Daten über die aktuelle Situation gesammelt werden, um dann eventuell weitere Schutzmaßnahmen erlassen zu können.
Die Naturschützerin warf einigen der beteiligten Staaten Kurzsichtigkeit vor. Vielfach zähle nur der schnelle Gewinn. "Was morgen und übermorgen und in fünf Jahren ist, scheint viele Fischereinationen überhaupt nicht zu tangieren und zu interessieren. Es wird abgefischt, was man haben kann", so Finke.
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