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25.09.2008
Szene aus dem neuen Pixar-Film "WALL-E" (Bild: AP/Disney Pixar) Szene aus dem neuen Pixar-Film "WALL-E" (Bild: AP/Disney Pixar)

Liebesgeschichte unter Robotern

"Wall-E" kommt ins Kino

Von Jörg Taszman

Der Unterhaltungsfilm erzählt eine Liebesgeschichte unter Robotern, thematisiert aber auch Themen wie Umweltzerstörung, Wegwerfgesellschaft, Konsumwahn und Technikhörigkeit. Den Animatoren ist es dabei fast fotorealistisch und ungemein faszinierend gelungen, liebevoll, eine alte gesunkene Welt mit einer sterilen Welt zu konfrontieren.

Wall-E ist ein auf der Erde zurückgebliebener, kleiner gewissenhafter Roboter. Seine Augen erinnern an Ferngläser, sein Bauch ist ein viereckiger Kasten, und er bewegt sich fort, wie ein kleines Kettenfahrzeug. Wall-E's Aufgabe ist es, Müll zu pressen, in Quader zu bündeln und zu stapeln. Menschen leben schon seit 700 Jahren nicht mehr auf der Erde, sondern in einem Raumschiff irgendwo im Weltall. Eines Tages wird die Erde von EVE einem weiblichen, supermodernen Roboter besucht, die nach letzten Überresten der Zivilisation suchen soll.

Der erste Teil des Films spielt in einer Post-Apokalypse. Folgerichtig hört man nur Sounds und keine Dialoge. Ben Burtt, der bereits in den Science Fiction Filmen der Siebzigerjahre wie Star-Wars für die Tonwelten zuständig war, ist der Erfinder der Stimme von R2 D2. In Wall-E ist er für alle Töne zuständig und spricht den kleinen Roboter selbst. Dabei war eins besonders wichtig.

Ben Burtt: "Wall-E brauchte auch eine Stimme, damit er ein paar wenige Worte sagen konnte. Wir bemerkten jedoch zunehmend, wie wichtig Laute wie Seufzer, Stöhner etc. sind.

Es ging um Töne, die keine richtigen Wörter sind, aber ein Gefühl ausdrücken. Und so besteht Wall-E am Ende aus Toneffekten, echten Motoren, elektronischen Soundeffekten, Hupen und Pfeifen und einigen ausdruckstarken Stimmtönen…"


Mitunter fast fotorealistisch und ungemein faszinierend ist es den Animatoren gelungen, liebevoll, eine alte gesunkene Welt mit einer cleanen, sterilen Welt zu konfrontieren. Der ambitionierte Unterhaltungsfilm mit Anspruch kommt wie Ratatouille oder Findet Nemo aus dem Hause Pixar. Dort bereitet man sich gewissenhaft auf jeden Film vor, erzählt der Regisseur Andrew Stanton.

Andrew Stanton: "Wir gingen auf Müllhalden, sahen uns den Zustand der Umwelt an, wir gingen auf ein Cruise-Line Schiff, schauten uns von innen und außen alles ganz genau an. Wir studierten und sahen auch die modernsten Roboter, die zum Mars geschickt werden, wollten immer wieder wissen, was ist die neueste Entwicklung. Und wir schauten uns sehr viele Stummfilm an, um zu sehen, wieviel man miteinander kommunizieren kann, ohne normale Dialoge zu verwenden."

Von dieser ausführlichen Vorbereitung fließen manchmal nur zehn Prozent in den Film ein, gibt der Pixar-Regisseur zu. Aber es ist diese gewissenhafte Liebe zum Detail, die auch bei Wall-E wieder bezaubert.


 
 

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