Als in Albanien der stalinistische Diktator Enver Hoxha herrschte, war die heutige Autorin Luljeta Lleshanaku noch ein Kind. Die Schikanen hat sie dennoch nie vergessen - und in ihrer Lyrik aufgearbeitet. "Ich gehöre einer Familie an, die unter der Diktatur sehr gelitten hat", sagt sie.
In den Buchhandlungen sind derzeit viele politische Bücher zu finden, die vom Wahlkampf geprägt sind. Unser Sachbuchredakteur René Aguigah hat einige dieser Bücher gelesen. Sein Fazit: Hier findet das Ringe um die Wählergunst in einem gemäßigteren Tempo statt.
Dass Unternehmen ihre riesigen Datenmengen den Geheimdiensten zur Auswertung überlassen, sei erschreckend und bedrohlich, sagt Konstantin von Notz. Die Bundesregierung müsse einen Grundrechtsschutz durchsetzen, auch gegenüber den USA, fordert der Netzpolitiker der Grünen.
Aus den Datenbergen, die Google, Facebook oder Microsoft den Geheimdiensten überlassen, lässt sich mit Algorithmen Verhalten sogar vorhersagen, erläutert Philip Banse. Wer das eigene Big-Data-Risiko minimieren will, sollte auf alternative Anbieter und Methoden ausweichen, so der Netzexperte.
Mehr als 2500 Angestellte des staatlichen Rundfunks hat die griechische Regierung überraschend vor die Tür gesetzt. Damit habe sie ihre Handlungsfähigkeit gegenüber den Sparforderungen der Troika beweisen wollen, sagt der Politologe Dimitris Charalambis.
Die Familie des französischen Filmemachers Namir Abdel Messeeh stammt aus Ägypten. Er hat sich dort auf die Spur einer ganz besonderen religiösen Passion begeben. "Die Jungfrau, die Kopten und ich" heißt der so entstandene Dokumentarfilm, der überaus vergnüglich geraten ist.
Das Humboldtforum sei ein Ort, der alle Menschen der Gesellschaft anziehen könne, meint Hermann Parzinger. "Wichtig ist, dass wir eben damit nicht Glanz und Gloria wiederbeleben wollen, sondern dass wir uns zu unserer Geschichte bekennen", so der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Wer sich im Internet bewegt, kann sich dem Zugriff von Geheimdiensten praktisch nicht entziehen, sagt der Kulturwissenschaftler und Blogger Michael Seemann. Der demokratischen Gesellschaft sei am besten gedient, wenn sie Überwachung selbst demokratisiert. Die Daten sollten jedermann zugänglich sein.
Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung wolle in ihrem Dokumentationszentrum die Geschichte der Gewaltmigration Europas im 20. Jahrhundert darstellen, sagt Manfred Kittel. Ein Auftrag sei es, Flucht und Vertreibung weltweit zu ächten, so der Stiftungsdirektor anlässlich des Baubeginns in Berlin.
Endlich geht es los: Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung lud zum Baubeginn ihres Ausstellungs- und Informationszentrums in Berlin. Das Projekt, das die Große Koalition 2005 beschlossen hatte, war jahrelang im In- und Ausland umstritten.
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