Russland und China lagen im ablaufenden Jahr im Ranking der Weltraummissionen vorn. Außerdem sind die Mars-Missionen mit dem Rover Curiosity angelaufen. Und wir haben erfahren, dass es auf dem sonnennächsten Planeten Merkur Eis gibt.
2012 waren 74 erfolgreiche Starts zu verzeichnen. Spitzenreiter war Russland mit 23 Missionen. Schwerpunkt war die Versorgung und der Transport von Astronauten zur ISS. Sonst nur Routine mit einigen Fehlschlägen. Auf Rang zwei folgt China mit 18 Flügen, die ein weites Spektrum bemannter und unbemannter Missionen umfassten. Dann folgen die die USA mit 16 und die ESA/Frankreich mit zehn Starts. Unter ferner liefen finden sich Japan und Indien mit je zwei Flügen sowie die beiden "Schurkenstaaten" Iran und Nordkorea mit je einer Mission.
Abseits der politischen Debatte um den nordkoreanischen Start ist eine Tatsache bemerkenswert: Für die vorgesehene Umlaufbahn waren präzise Manöver notwendig. Diese gelangen perfekt und das ist ungewöhnlich für einen "Anfänger" in diesem Metier.
2012 brachte in der Erkundung unserer kosmischen Nachbarn reiche Ausbeute: Im Brennpunkt stand natürlich der Mars mit dem Rover Curiosity, dessen Forschungsaktivitäten erst richtig anlaufen. Auch sein "kleiner Bruder" Opportunity, der seit knapp neun Jahren auf der Oberfläche arbeitet, lieferte auch 2012 weiter eindrucksvolle Ergebnisse.
Nicht minder spannend: Der Nachweis von Eis auf dem sonnennächsten Planeten Merkur oder die komplette Kartierung und Untersuchung des großen Asteroiden Vesta. Eine kleine Sensation waren die ersten Nahaufnahmen des Vier-Kilometer-"Brockens" Toutatis, der der Erde gefährlich nahe kommen kann. Es war die chinesische Mondsonde Chang'e-2, die nach langer Weltraumreise am 14. Dezember aus nur 47 Kilometer Entfernung gestochen scharfe Bilder lieferte. Last but not least: Die ISS sorgte in den zurückliegenden 12 Monaten kaum noch für Schlagzeilen. Ein gutes Zeichen.
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Das war das Weltraumjahr 2012
Sendezeit: 30.12.2012 11:06
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