Wer für etwas ausgezeichnet wird, gehört zu den Besten auf diesem Gebiet - so könnte man naiv annehmen und entsprechend folgern, dass, wer einen Journalistenpreis bekommt, zu den besten seiner Zunft zählt. Mittlerweile wird allerdings der Großteil der schätzungsweise 300 Journalistenpreise in Deutschland von Unternehmen, Verbänden und Interessengruppen ausgelobt.
Und wenn der Stifter eines Journalistenpreises etwa das "Deutsche Tiefkühlinstitut e.V.", der "Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften" oder die AOK ist, liegt der Verdacht nahe, dass es hier weniger um Förderung des Qualitätsjournalismus geht als um preiswerte PR für bestimmte Produkte und Anliegen.
Doch wie effektiv sind solche PR-Maßnahmen? Schreiben Journalisten tatsächlich gezielt Texte auf Preise hin? Und inwieweit werden Journalisten durch solche Preise korrumpiert?
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Links:
Journalistenpreise
Homepage des European Journalism Observatory
Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalisten zu Journalistenpreisen
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