Neue Herausforderung für die Altenpflege - heimliche Süchte der Senioren: zum Beispiel Alkohol. (Bild: picture alliance / dpa / Peer Grimm)
Ein P. muss richtig saufen können, war das Motto seines Vaters, und Detlef P. hielt sich daran - bis er sich mit 64 Jahren für Entzug und Therapie entschied. Für andere wird der Alkohol oder auch der tägliche Griff in die Pillendose erst in der späten Lebensphase zum gefährlichen Begleiter.
Die heimlichen Süchte der Senioren und ihre Scham, darüber zu sprechen, sind für Altenpflege und medizinische Betreuung zunehmend eine Herausforderung. Pflegekräfte müssen lernen, auf den riskanten Alkohol- oder Medikamentengebrauch ihrer Patienten zu reagieren, ohne sie zu bevormunden.
Die Kranken- und Pflegekassen müssen mehr Ideen und Geld investieren. So wird älteren Menschen seltener eine Suchtbehandlung vorgeschlagen und das, obwohl gerade diese Patienten überdurchschnittlich profitieren. Modellprojekte der Sucht- und Altenhilfe zeigen, wie eine gute Betreuung gelingen kann.
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Pillen und Piccolo - die Süchte der Senioren
Sendezeit: 27.05.2013 19:30
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