Die Kriminalpolitik rüstet auf. "Zero tolerance" ist mehr als nur ein Schlagwort für eine angeblich erfolgreiche Strategie. Bei dem derzeitigen Umgang mit Kriminalität fällt auf, dass verstärkt ethisch-moralische (Ab-)Wertungen gegenüber tatsächlichen, vermuteten oder besonders fokussierten Straffälligen in den Vordergrund rücken.
Vermehrt tauchen politische Ideen, Vorschläge und auch sprachliche Gewohnheiten auf, mit denen Straffällige als schlecht und böse, bzw. moralisch minderwertig ausgewiesen werden. Und wer so ist, soll weniger mit Verständnis und mehr mit Gefängnis und Härte rechnen. Diese Art Kriminalitätsbekämpfung ist auf den ersten Blick bestechend einleuchtend und effektiv. Sie verschafft dem Bösen im Zweifel ein Zuhause: hinter Gittern geschlossener Anstalten. Das besänftigt die Ängste der Opfer und die Empörungen der Öffentlichkeit - und bringt auch Wählerstimmen.
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Deutscher Präventionstag
Wissenschaftliche Arbeit zur Kriminalpolitik
Die Kriminalpolitik der Spätmoderne
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Beiträge zum Nachhören
Zeitfragen
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Mehr Genforschung, mehr Heilung
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Zeitfragen - Kooperation und Konfrontation - Der schwierige Spagat der NGOs
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