Nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus triumphierte fast zwei Jahrzehnte lang die Idee des un- bzw. deregulierten freien Marktes. Seine Protagonisten verkündeten seine vermeintlichen Sachzwänge wie Naturgesetze, Politiker setzten diese allzu oft ziemlich fraglos um.
Im Gewand der Globalisierung steuerte zunehmend anonymes Geld die Wirtschaft und damit auch die Gesellschaft. Internationale Finanzgeber verpflichten Wirtschaftsführer auf immer schneller und höher steigende Renditen, auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer, auf das Erwerben und Zerschlagen gewachsener Industriebetriebe und ähnliches mehr. Der (Wett-)Handel mit undurchschaubaren Finanzprodukten ersetzte vielfach das realwirtschaftliche Tun. Jede Kritik daran wurde mit dem Gestus abgeklärter Überlegenheit abgetan, ohne sich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen. Das alles hat sich spürbar geändert. Der Königsweg des freien Marktes zeigt sich mehr und mehr als düstere Sackgasse. Der Kapitalismus nach diesem Muster steht zu Recht unter Rechtfertigungsdruck.
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Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung
Arbeitsgruppe Alternativer Wirtschfatspolitik
Initiative gerechter Marktwirtschaft
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