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Nachrichten
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Lange Nacht
Denken ohne Geländer Die Lange Nacht über Hannah Arendt Von Christine Nagel Regie: die Autorin
1972 wurde zu Ehren von Hannah Arendt (1906-1975) in Toronto eine Konferenz abgehalten, bei der Freunde und Kollegen Aspekte ihres Werkes kritisch diskutierten. In den bisher unveröffentlichten Tondokumenten nimmt Arendt u.a. Stellung zu ihrer Unterscheidung von Macht und Gewalt, von Politischem und Sozialem, von Denken und Handeln.
"Ich war immer der Meinung, dass man so zu denken anfangen müsste, als wenn niemand zuvor gedacht hätte. Und dann beginnen sollte, von den anderen zu lernen." Auf diese Weise war es ihr möglich, sich als unabhängige Denkerin auf philosophische Autoren des Abendlandes zurückzubeziehen und ihre Gegenwart nach dem Holocaust kritisch zu begleiten. Hannah Arendts Werk basiert auf einem radikalen Neuansatz nach dem sogenannten Traditionsbruch. Hatte sie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" untersucht, war ihre Arbeit im Folgenden auf die Bedingungen gerichtet, unter denen politisches Handeln zustande kommt. Ihr Politikbegriff ist gekennzeichnet vom "acting in concert", wie sie das Handeln vieler, die Pluralität, bezeichnete. In gewaltfreien Revolutionen sah sie eine Möglichkeit "das Glück des Öffentlichen" herbeizuführen.
Was es bedeutet, im Zeitalter der totalitären Ideologien als Jüdin zu überleben und daraus Schlüsse für die Verfasstheit des Menschen in schwierigen Zeiten zu ziehen, ist nach ihrem Tod aktuell geblieben.
Denken ohne Geländer
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Nachrichten
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Tonart
Filmmusik Moderation: Vincent Neumann
Was haben Batman und Superman gemeinsam? Schicke Kostüme, einen latenten Drang, die Welt retten zu müssen... und ihren Hofkomponisten! Nach der Batman-Trilogie sorgt Hans Zimmer auch bei "Man of Steel", dem Start der neuen Superman-Reihe, für den passenden Soundtrack. Dazu gibt es Musik aus "The Sapphires", "The Place Beyond the Pines", "The Grandmaster" und zahlreichen anderen Kino-Neustarts.
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05:00 Uhr |
Nachrichten
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05:05 Uhr |
Ortszeit
Themen des Tages
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Aus den Feuilletons
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05:45 Uhr
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Kalenderblatt
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Vor 75 Jahren: Der Maler und Grafiker Ernst Ludwig Kirchner gestorben
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05:50 Uhr
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Presseschau
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06:00 Uhr
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Nachrichten
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06:15 Uhr
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Länderreport
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Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen will DDR-Image loswerden Von Blanka Weber
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06:23 Uhr
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Wort zum Tage
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Dietrich Heyde
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06:30 Uhr
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Kulturnachrichten
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Interview
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Rolf Mützenich, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion - Syrien - USA: Rote Linie überschritten, Obama wird Kriegspräsident
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07:00 Uhr
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Nachrichten
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07:20 Uhr
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Wochenkommentar
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Proteste in Russland Von Gesine Dormblüth
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Kulturnachrichten
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Interview
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Stephan Grünewald, Psychologe und Therapeut, Leiter des Instituts Rheingold - Wie prägen Katastrophen unsere (kollektive) Erinnerung?
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08:00 Uhr
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Nachrichten
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08:10 Uhr
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Netscout
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Reportage
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Gott wohnt an der A45 - ein Tag in einer Autobahn- kirche Von Elin Rosteck
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08:30 Uhr
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Kulturnachrichten
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Kulturtipp
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Hörbuch "Ulysses" von James Joyce, ungekürzt produziert zum Bloomsday (16.6.13) Von Arkadiusz Luba
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Nachrichten
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09:05 Uhr |
Radiofeuilleton - Im Gespräch
Live mit Hörern - 00800-2254 2254
Thema: Bücher für den Ferien- koffer - Lesetipps für Hörer und von Hörern
Teilnehmer: - Stephanie Krawehl, Inhaberin der Buchhandlung "Lesesaal", Hamburg - Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt
Bücher für den Ferienkoffer - Tipps für Hörer und von Hörern
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11:00 Uhr |
Nachrichten
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11:05 Uhr |
Radiofeuilleton - Wissenschaft und Technik
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Thema
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Raumtransporter dockt an ISS an Live-Gespräch Dirk Lorenzen
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Musik
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CD: "Digging The Blogosphere Vol. 2" präsentiert 15 neue Künstler, die die HEAVENLY SWEETNESS-Crew beim Surfen im World Wide Web entdeckt hat.
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11:30 Uhr
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Kulturnachrichten
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11:33 Uhr
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Kritik
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Sachbuch:v. Thomas Wynn und Frederrick L.Coolidge: Denken wie die Neandertaler, aus dem Englischen v. Cornelius Hartz Philipp von Zabern Verlag, Mainz 2013
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11:40 Uhr
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Musik
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Johnny Hallyday wird 70
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Mahlzeit
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Bewusst gesund macht krank Von und mit Udo Pollmer, Ernährungsexperte
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Nachrichten
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Ortszeit
Themen des Tages
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Schlaglichter
Der Wochenrückblick Gast: Donata Riedel (Handelsblatt) Glosse: Andre Zantow Moderation: Axel Rahmlow
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13:00 Uhr |
Nachrichten
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Tacheles
IEA-Chefin Maria van der Hoeven stellt sich den Fragen von Ulrich Ziegler Der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid bei der Energiegewinnung ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch geklettert. Wegen des derzeit niedrigen Preises für Kohle sei der Co²-Ausstoß auch in Ländern wie Großbritannien und Deutschland deutlich gestiegen. Ohne ein radikales Umdenken steuere die Welt auf eine Erwärmung um etwa vier Grad Celsius bis zum Jahr 2100 zu, befürchtet die Exekutivdirektorin der Internationalen Energieagentur
Internationale Energieagentur: CO2-Anstieg ist besorgniserregend
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13:30 Uhr |
Kakadu
Kakadu - Entdeckertag für Kinder Streng verboten! Nicht erlaubt! Vorschriften - Verbote - Gebote - Gesetze - Strafen Von Sylvia Schopf Moderation: Ulrike Jährling
Ballspielen verboten - Eintritt für große Brüder verboten! - Kein öffentlicher Spielplatz! - Parkverbot - Betreten der Baustelle verboten ... und neben den Schildern gibt es dann noch die ausgesprochenen und aufgeschriebenen Verbote. Überall trifft man sie: Jede Religion und jedes Land hat seine eigenen Verbote, Vorschriften und Gesetze und auch jede Familie, Schule oder Klasse.
Selbst unter Freunden werden gemeinsame Regeln vereinbart, zu denen auch Vorschriften und Verbote gehören. Diese sollen helfen, das Zusammenleben zu ordnen und dadurch zu erleichtern. Allerdings warnt schon ein altes chinesisches Sprichwort: "Wenn der Verbote zu viel sind, so werden sie nicht mehr beachtet."
Und manchmal hat das Verbotene auch einen besonderen Reiz. Davon erzählt schon die biblische Geschichte von Adam und Eva, die Früchte vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, obwohl das strengstens verboten war. Ihr Verstoß blieb nicht ohne Folgen: Zur Strafe wurden sie aus dem Paradies vertrieben. Und wie ist das heute?
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14:00 Uhr |
Nachrichten
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14:05 Uhr |
Breitband
Medien und digitale Kultur
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Nachrichten
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15:05 Uhr |
Deutschlandrundfahrt
25 Kilometer Heimat? Heimat! Das Tegernseer Tal in Bayern Von Nana Brink
Eine der renommiertesten Urlaubsregionen in Deutschland ist das Tegernseer Tal. 25 Kilometer bayerische Idylle, Treffpunkt der Golfelite und Trachtenvereine. Ein Tummelplatz der Klischees. Aber gerade hier, hinter der weißblauen Kulisse, versteckt sich die Frage: Was heißt das - Heimat? Die Antworten von "Zuagroasten" und Einheimischen sind nicht immer auf einen Nennen zu bringen. Für Horst Teltschik, Flüchtlingskind aus dem Sudetenland, engster Berater von Kanzler Kohl, ist es der "schönste Platz der Welt", den er nach dem Abitur erst einmal verlässt, weil ihn das konservative Flair seiner neuen Heimat einengt. Aber er kommt zurück, als Deutschland wieder vereint ist. Geläutert. "Denn hier sind die Verwerfungen des Weltenlaufs besser auszuhalten." Auch die 22-jährige Victoria Rebensburg, das Ski-Ass vom SC Kreuth, Olympiasiegerin im Riesenslalom 2010, zieht hinaus in die Welt. Nie will sie weg, aber als großes Talent ist sie schon als Teenager Teil des internationalen Skizirkus. Und weil der brutal ist, fährt sie "hoam", denn "ohne meine Kreuther kann ich nicht sein". Das sagt auch Beni Eisenburg, Heimatforscher und Gründungsmitglied der Schutzgemeinschaft Tegernsee, der seit Jahrzehnten für sanften Tourismus und gegen gigantische Hotelbauten kämpft. Ganz bairisch trotzig: "Diese gottgesegnete Landschaft muss erhalten bleiben, auch für die nachkommenden Generationen."
25 Kilometer Heimat? Heimat!
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16:00 Uhr |
Nachrichten
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16:05 Uhr |
Religionen
1) Der Freier sollte bestraft werden - Ein Interview mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zu Menschenhandel und Prostitution Von Philipp Gessler 2) Ein muslimischer Dichterstreit - Ein cooles Preisen Allahs - das Finale des Poetry-Slam "I,slam" in Berlin Von Matthias Bertsch 3) Gespräche auf Augenhöhe - Das "Theologische Forum Christentum - Islam" Von Ita Niehaus 4) Die Shoah ist Geschichte- Eine Rezension zu Peter Menasses Buch "Rede an uns" Von Stefan May 5) Entdeckungen, nicht Erfindungen - Warum die Evangelische Kirche in Deutschland Biopatente so kritisch sieht Von Jantje Hannover 6) Katastrophen in Katalonien Wie ein deutscher Pfarrer in Barcelona die Krise in Spanien erlebt Von Blanka Weber Moderation: Philipp Gessler
Religionen vom 15. Juni 2013
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17:00 Uhr |
Nachrichten
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17:05 Uhr |
Ortszeit
Themen des Tages mit Sport
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17:30 Uhr |
Lesung
Aus "Am Ende der Jugend" von Klaus Schlesinger Gelesen vom Autor
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18:00 Uhr |
Nachrichten
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18:05 Uhr |
Feature
Nach dem Überfall Ein Messerstich und seine Folgen Von Martin Duffy Regie: David Zaine Mairowitz Mit Max Hopp Ton: Thomas Monnerjahn DKultur 2012 Länge: 51'51
Wie verändert man sich und wie verändern sich die Mitmenschen, wenn man Opfer eines Überfalls geworden ist? Martin Duffy ist ein Dubliner, der seit 2003 in Berlin lebt. Bei einem Abendspaziergang in einer ruhigen Gegend von Berlin-Schöneberg wurde er von drei maskierten Teenagern mit dem Messer angegriffen. Der Stich verfehlt die Herzschlagader um Zentimeter. Sein 13-jähriger Stiefsohn sieht ihn blutüberströmt, noch ehe Martin ganz erfasst hat, was geschehen ist. Für beide beginnt eine lange Auseinandersetzung. Ist es möglich, die Gewalt zu verstehen? Und wie geht man um mit der Wut und der Angst?
Nach dem Überfall
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19:00 Uhr |
Nachrichten
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19:05 Uhr |
Oper
Schwetzinger Festspiele Schloss Schwetzingen, Rokokotheater Aufzeichnung vom 24.5.13
Georg Friedrich Haas 'Thomas', Oper - Uraufführung Libretto: Händl Klaus
Thomas' Freund Matthias liegt im Sterben. Das zweite Musiktheaterwerk, das der Komponist Georg Friedrich Haas und der Dramatiker Händl Klaus für die Schwetzinger Festspiele geschaffen haben, ist eine Art Requiem. Es erklingt zu den letzten Atemzügen eines Menschen, in klinischer und dennoch zeitloser Atmosphäre. Die Oper schildert mit sparsamen Texten und Klängen (zum Beispiel mit einem aparten Instrumentalensemble aus eigentlich opernfremden Saiteninstrumenten wie Harfe, Zither und Gitarre), wie Thomas, der Gefährte des sterbenden Matthias, sowie der Pfleger Michael Abschied nehmen und den Abschied menschlich gestalten und erleben. Die lakonische und zugleich biblische Namensgebung für die Hauptfiguren erfolgte absichtlich - dem Tod als endgültigem Prozess der Biologie wird hier eine geistige und emotionale Kraft entgegengestellt: die Liebe. Regisseurin Elisabeth Gabriel sieht die Liebe als "die einzig mögliche Form der Transzendenz, des Weiterlebens, des Jenseits, letztlich der Spiritualität."
Schwetzinger Festspiele
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22:00 Uhr |
Die besondere Aufnahme
Francis Poulenc Mélodies sur des poèmes de Paul Eluard et Louise de Vilmorin Holger Falk, Bariton Alessandro Zuppardo, Klavier DKultur 2013
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22:30 Uhr |
Erotikon
Aus "Unter meiner Haut" von Kate Holden Gelesen von Julia Mohn
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23:00 Uhr |
Nachrichten
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23:05 Uhr |
Fazit
Kultur vom Tage u.a. - Berlin, Deutsches Theater: Lange Nacht der Autoren - Abschluss der Berliner Autoren-Theatertage - Außenstelle des Kunstmuseums Stuttgart: Zur Wiedereröff- nung des "Museum Haus Dix" in Hemmenhofen am Bodensee - Musikthema: Französisches Nationalgut: Der Rock-Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday wird 70 - "Schlüsselwerk" Wagners: Florentine Klepper inszeniert in Dresden den "Fliegenden Holländer"
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