Die Zusammenarbeit zwischen US-Geheimdiensten und der US-Wirtschaft ist offenbar weitaus größer als die Enthüllungen um das umstrittene Überwachungsprogramm Prism bisher vermuten ließen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg melden tausende US-amerikanische Unternehmen dem Geheimdienst NSA Sicherheitslücken ihrer Produkte, bevor sie diese Informationen veröffentlichen. Den Wissensvorsprung könnten die US-Behörden nutzen, um in Netzwerke und Computer einzudringen, bevor die Anbieter ein Sicherheitsupdate veröffentlichen. Unterdessen haben Facebook und Microsoft erstmals Angaben zum Umfang der Datenübermittlung im Rahmen des Prism-Programms gemacht. Demnach sind bei Facebook im zweiten Halbjahr 2012 zwischen 9000 und 10.000 Anfragen der US-Behörden eingegangen. Microsoft nannte eine Zahl von 6000 bis 7000 Anfragen im gleichen Zeitraum. Der US-Justizminister Eric Holder versprach der EU-Kommission detaillierte Informationen zur US-Überwachung im Netz. Die EU verlangt von den USA, geltende Datenschutzregeln für europäische Bürger zu beachten. Das US-Präsidialamt verteidigte das Ausspähen von Internet- und Telefondaten mit Hinweis auf Erfolge bei der Terrorabwehr. Die gesammelten Daten hätten unter anderem geholfen, einen Bombenanschlag auf das New Yorker U-Bahn-System zu verhindern. [luh]
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