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FORSCHUNG AKTUELL - MELDUNGEN

MELDUNG

Umwelt  09.02.2010

Die Biosprit-Produktion in Brasilien bedroht den Regenwald.

Die geplante Ausdehnung des Anbaus von Zuckerrohr zur Ethanol-Produktion und von Sojabohnen für die Biodiesel-Gewinnung könnte indirekt die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes vorantreiben, warnen Forscher der Universität Kassel, des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg und des UN-Umweltprogramms in Nairobi. Brasilien plant, bis 2020 die Fläche für den Zuckerrohr um 57.000 Quadratkilometer und für Soja sogar um 100.000 Quadratkilometer Fläche zu erweitern. Bei diesen Flächen handele es sich um ehemalige Viehweiden. Der Effekt: Rinderzüchter würden verdrängt. Sie würden dann in die Nähe des Amazonas-Regenwaldes ausweichen und dort bewaldete Flächen für die Viehhaltung abholzen. Die Forscher schreiben im Fachblatt "PNAS", die Umwidmung der Landnutzung verschlechtere die Klimabilanz des Biosprits deutlich. [mawi]

(Quelle: )

 

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