Trotz der erneut gestiegenen Schätzpreise für die internationale Fusionsanlage Iter will die Bundesregierung die Kernfusionsforschung weiter unterstützen. Bundesforschungsministerin Schavan fügte gestern in Berlin hinzu, dass dies jedoch nicht um jeden Preis geschehe. Bei dem Projekt Iter soll erstmals unter kraftwerksähnlichen Bedingungen Energie durch die Verschmelzung von Atomkernen erzeugt werden. Beim Start des internationalen Vorhabens im Jahr 2006 wurden die Kosten auf rund fünf Milliarden Euro geschätzt, wovon Deutschlands Anteil bei 500 bis 600 Millionen Euro liegen sollte. Nach der jüngsten Schätzung der Europäischen Kommission werden auf Europa unter anderem wegen gestiegener Rohstoffpreise Kosten in Höhe von 7,2 Milliarden Euro zukommen, das ist fast das Dreifache des Anfangsbetrags. Deutschland müsste von diesem Betrag mehr als eine Milliarde Euro übernehmen. [mst]
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