Ein internationales Team von Geowissenschaftlern hat Belege dafür gefunden, dass der zentrale Himalaya in den Jahren 1255 und 1934 von gewaltigen Erdbeben erschüttert wurde. Die Magnituden der Beben lagen nach Abschätzungen der Forscher bei 8 bis 8,5. Sie seien so stark gewesen, dass über eine Länge von 150 Kilometern hinweg die Erdoberfläche aufgebrochen sei. Bisher waren Geologen davon ausgegangen, dass es sich bei beiden Ereignissen um sogenannte "stille Erdbeben" gehandelt habe, bei denen die Erdoberfläche nicht auseinander gerissen sei. Dieser Ansicht widersprechen nun die Forscher im Fachblatt "Nature Geoscience". Sie stützen sich darauf, dass sie geologische Formationen, die sich bei den Beben gebildet haben, aufgrund verbesserter Bestimmungsmethoden nun genauer datieren können. Sie betonen, dass Erdbeben einer ähnlichen Stärke in Zukunft weiterhin im Himalaya möglich seien. [reu]
(Quelle: Nature Geoscience)
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