Sie hatten DNA-Proben des Einzellers Mycobacterium leprae aus fünf Skeletten entnommen, die aus der Zeit vom 10. bis zum 14. Jahrhundert stammen und in Dänemark, Schweden und Großbritannien gefunden worden waren. Das Erbgut der Bakterien verglichen die Forscher mit dem Genom von Lepra-Erregern, wie sie heutzutage vorkommen. Dabei fanden sich überraschend wenige Unterschiede. Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass Lepra-Bakterien gegen Ende des Mittelalters an Pathogenität eingebüßt hätten, weil die Zahl der Krankheitsfälle damals stark abgenommen hatte. Das sei aber offenbar nicht der Fall. Vielmehr dürfte verbesserte Hygiene dafür verantwortlich gewesen sein, schreiben die Forscher im Fachblatt "Science". [reu]
(Quelle: Science)
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