Bestimmte Medikamente, die gegen Diabetes und Rheuma wirken, scheinen sich nach aktuellen Untersuchungen auch zum Einsatz gegen Alzheimer zu eignen. Forscher der Universitäten Bonn und Münster haben das zusammen mit Kollegen aus Europa und den USA herausgefunden. Ihre Studie ist jetzt im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) erschienen. Ihnen glückte der Nachweis, dass ein bestimmter Rezeptor im Kern der Nervenzellen die Bildung der schädlichen Eiweißablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten reguliert. Anschließend konnten sie zeigen, dass bestimmte ursprünglich für andere Krankheiten entwickelte Medikamente über diesen Rezeptor wirken und die Bildung der für die Alzheimer-Erkrankung typischen Eiweißstoffe im Gehirn stark reduzieren. Zu diesen Medikamenten zählen bestimmte Schmerz- und Rheumamittel wie Ibuprofen sowie das gegen die Blutzuckerkrankheit eingesetzte Pioglitazone. Klinische Studien sollen nun zeigen, was der gezielte Einsatz dieser Medikamente in der Alzheimer-Therapie leisten kann. [dk]
(Quelle: idw-Ticker)
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