Ein deutsch-italienisches Forscherteam kommt zu einem unerwarteten Ergebnis: Die Rußpartikel, die ein moderner Dieselmotor ausstößt, töten mehr Zellen der menschlichen Immunabwehr als die Teilchen der älteren Motortypen. Der Grund für die Gefährlichkeit liege in der gänzlich anderen Struktur und Größe der Rußpartikel, erklärten die Forscher. Die Teilchen mit ihren nunmehr fünf bis 20 Nanometern seien nur noch halb so groß wie früher. Damit könnten die Partikel eines modernen Motors, der die Euro IV Norm erfüllt, nicht nur tiefer in die Lunge eindringen. Ihre Oberfläche sei auch reaktiver und könne Zellmembranen leichter angreifen. Das führe zu einem hohen Entzündungsrisiko. Außerdem seien die Teilchen giftiger als die älterer Motortypen. Die Forschungsergebnisse wurden zunächst nur für Nutzfahrzeugmotoren gewonnen wurden. Sie ließen sich aber vermutlich auch auf Personenwagen übertragen, erklärte der Direktor des Fritz-Haber-Instituts, Robert Schlögl. [tj]
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