Rückläufige Auflagen, massive Einsparungen und Entlassungen - Das ist Alltag in vielen Medienhäusern. Trotzdem lasse sich mit Qualitätsjournalismus nach wie vor gutes Geld verdienen, sagte Medienökonom Frank Lobigs von der Dortmunder TU im Deutschlandradio Kultur:
"Wenn man da heute hinschaut, dann können vielleicht nicht die Journalisten vom Journalismus reich werden, aber die Verleger durchaus immer noch. Der "Spiegel"-Verlag bedauerte, dass er nur 15 Prozent statt wie im Vorjahr 20 Prozent Umsatzrendite gemacht hat. Da wird dann eine Krise draus gemacht. Das sind Renditen, da können andere Unternehmen nur von träumen! Wenn Sie normale Großunternehmen nehmen, dann haben die eine Durchschnittsrendite von vier Prozent. Die Verlage liegen beim Dreifachen oder Vierfachen davon."
Deren großes Problem sei jedoch weiterhin die Vermarktung im Internet: Ein Online-Nutzer bringe der Werbebranche nur ein Zehntel von dem, was ein Leser für die Zeitung wert sei, so Lobigs weiter. Seiner Einschätzung nach, müssten die Verlage ihre gute Marktposition jetzt nutzen, um in nachhaltige Geschäftsmodelle im Internet zu investieren.
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