2012 haben die Unternehmen knapp ein Prozent weniger für Werbung ausgegeben als im Vorjahr. Insgesamt lagen die Werbeinvestitionen damit bei knapp 30 Milliarden Euro. Das teilte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW mit. Auf den ersten Blick höre sich das nicht dramatisch an, sagte ZAW-Sprecher Volker Nickel, für Werbeträger wie Fernsehen und Zeitungen bedeute es jedoch Verluste von rund 600 Millionen Euro.
"Gerade mittelständische Unternehmen sind verunsichert, wie viel Sinn macht Online-Werbung, wie viel Sinn macht Suchwortvermarktung, das spielt einmal rein. Aber die konjunkturelle Situation, die ja im vergangenen Jahr auch nicht so blühend war, die kommt mit hinzu. Und dann sind es natürlich auch die Werbeeinschränkungen, die überwiegend von Brüssel kommen, die die werbenden Unternehmen in ihrer Aktivität ja behindern."
Zwar dominieren in Deutschland weiterhin die Printmedien mit 69 Prozent - 2012 betrug das Online-Werbevolumen jedoch erstmals mehr als eine Milliarde Euro. ZAW-Sprecher Nickel setzt auf die Symbiose aller Medien:
"An dritter Stelle bereits werben am stärksten im Fernsehen Onlinedienste. Umgekehrt sehen wir in Anzeigen diesen QR-Code, also diesen Code den man mit seinem Handy anklicken kann und dann weitere Informationen bekommt. Hier wächst eigentlich zusammen - ja, nehmen wir mal Willy Brandt - was zusammen gehört."
(Quelle: )
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