Deutschlands größte Tageszeitung wird für exklusive Inhalte im Netz künftig Geld verlangen. Ein Hebel für den Erfolg der Bezahlangebote, die unter dem Namen "BILDplus" zusammengefasst sind, soll die Fußballbundesliga werden. Deren Online-Rechte hat Springer für vier Spielzeiten erworben. Die Bundesliga-Videos werden eine Stunde nach Abpfiff ins Netz gestellt. Zudem sollen exklusive Berichte und Interviews, Hintergrunddossiers und besondere Fotos nur noch gegen Bezahlung freigeschaltet werden. Der Kunde kann dabei zwischen drei unterschiedlich teuren Abopaketen wählen. Donata Hopfen, Geschäftsführerin von "BILDdigital", sprach bei der Pressevorführung am Montag von einem "Paradigmenwechsel" im Journalismus hin zu einer Bezahlkultur im Netz.
"Für uns bei Axel Springer, bei "Bild", ist es extrem wichtig, nicht nur von der Werbeindustrie abhängig zu sein, um unabhängigen Journalismus garantieren zu können. Und dafür brauchen wir diesen Kundenerlös und versuchen das bei "BILDplus" zu installieren."
Springer-Vorstand Mathias Döpfner möchte den Verlag zum führenden digitalen Medienkonzern ausbauen. Bereits heute erwirtschaftet der Konzern mehr als ein Drittel seines Umsatzes von 3,3 Milliarden Euro im Internet - allerdings nur zu einem Bruchteil mit journalistischen Inhalten.
(Quelle: )
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