Mit einer Auflage von 16.000 Exemplaren hatte das Blatt, eine Neuauflage der einstmals größten Satirezeitschrift Europas, langfristig finanziell keine Chance. Chefredakteur Bernd Zeller zu den Ursachen:
"Das lag natürlich an mir, aber nicht an mir als Satiriker, sondern mir als Verleger. Was man alles noch dazu machen muss, um ein Heft am Markt zu platzieren, der ganze Werbeaufwand, das Marketing und Management, das gehört alles dazu, und das hat meine Möglichkeiten überstiegen. Von den kleinen unbekannten Heften waren wir doch das größte.
Was das jetzt für Verlagsmanager bedeutet, wie die die Zahlen bewerten, und wie die jetzt meinen, was man daraus machen kann, das ist noch mal eine ganz andere Frage. Das ist eine Frage, wie viel man sich traut und was man denkt, was man machen kann, was es noch nicht gibt. Die meisten Verlage und Verleger gehen davon aus, was es schon gibt und wollen davon was abhaben. Und ich denke, dass da eine Lücke ist, die man mit so was durchaus schließen sollte."
Der Geist von "Pardon" soll allerdings, so Chefredakteur Bernd Zeller, im Internet weiterleben.
"Da arbeiten wir jetzt gerade, wie man in Journalistenkreisen sagt, auf Hochtouren daran. Das wird den Titel 'Darvins Illustrierte' haben, Darvin mit v, und der Anfang wird eine Art von satirischem Blog sein und auch von Kultur und politischen Kommentaren, aber das auf hoffentlich unterhaltsame Art."
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