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MARKT UND MEDIEN - MELDUNGEN

MELDUNG

Hilfswerk  31.05.2008

15 Jahre "Journalisten helfen Journalisten"

Das Hilfswerk für bedrängte Berufskollegen wurde nach dem Tod des "SZ"-Korrespondenten Egon Scotland, der im ehemaligen Jugoslawien von Heckenschützen ermordet wurde, ins Leben gerufen. Heute ist der Verein mit seinen 120 Mitgliedern weit über Europa hinaus aktiv. Egon Scotlands Witwe, die "SZ"-Redakteurin Christiane Schlötzer, Gründerin und stellvertretende Vorsitzende von "Journalisten helfen Journalisten":

"Wir wollten einfach etwas tun, um uns nicht so hilflos zu fühlen. Und wir dachten, wir machen das mal so lange wie dieser Krieg dauert und danach hören wir wieder auf. Aber dann kam der nächste Konflikt, es kamen die Kriege im Irak und es kamen andere, Kosovo, eben immer weiter Konflikte oder Krisengebiete. Aber heute sind ja Journalisten oft gefährdet zum Beispiel durch mafiöse Organisationen, durch organisiertes Verbrechen und so haben wir einfach nicht aufhören können, weil es immer wieder Hilfsbitten gab und weil wir dann auch immer bekannter geworden sind. Und unser Prinzip ist immer, dass wir dem Einzelnen helfen, dass wir also nicht Institutionen helfen und dass wir es nicht dort machen, wo es offizielle Hilfe gibt, also wo keine Regierung einspringt, keine Versicherung einspringt. "

Der Verein, der sich in erster Linie über Mitgliedsbeiträge und aus Spenden finanziert, hat allein im ehemaligen Jugoslawien mehr als 150 Journalisten unterstützt:

Schlötzer: "Haben wir Leuten geholfen, das Land zu verlassen, später geholfen auch zurückzukehren, haben wir bezahlt für Krankenbehandlung, für dringende Operationen. Wir haben auch Kindern Schulbücher gekauft oder Kollegen eine Kamera oder wieder einen Computer, also Kollegen, die alles verloren hatten, zum Beispiel hatten wir einen Kollegen aus dem Nordirak, der ist bei einem Anschlag schwer verletzt worden. Der war dann hier in München zur Behandlung und wir haben immer in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen dafür gesorgt, dass er operiert wurde und zum Schluss auch eine Prothese für sein Bein gekriegt hat und, ja, heute arbeitet er wieder."

(Quelle: )

 

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