Henry Nitzsche, Mann des demokratischen Aufbruchs. Lausitzer, Töpfermeister, Christ, Verwaltungs- und Betriebswirt, Politiker, Kampfsportler, Gründer einer evangelischen Schule.
So steht es in seiner Biografie. Erst DSU, dann CDU. Landtag, Bundestag. Ein Hinterbänkler, der mit schrillen Sprüchen Aufmerksamkeit erregt. "Multikultischwuchteln" mag er nicht. Seine Partei drängt ihn zum Austritt. So kämpft er eben allein gegen die Islamisierung Deutschlands und den Europavertrag. In seiner Heimatregion gründet er, mit Rückendeckung von Alt-Landesvater Biedenkopf, die Wählervereinigung "Arbeit, Familie, Vaterland", die in den Kommunalparlamenten zwischen Bautzen und Hoyerswerda sitzt.
Sein Bundestagsmandat verliert er im September 2009, auch in den sächsischen Landtag schafft er es nicht - trotz 20 Prozent Wählerstimmen. Die NPD zeigt Interesse an ihm - da hält er sich zurück. Nitzsche hat sein eigenes Rezept gegen die überall in Ostsachsen lauernden Gefahren. Wölfe, Ausländer, Schwule und Lesben zerstören Nitzsches heile Welt. Aber Nitzsche hält Wort. Er räumt auf.
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