Viele Therapien und Medikamente werden von Ärzten verschrieben, obwohl sie wissenschaftlich nicht hinreichend überprüft worden sind. Für Patienten kann das fatale Folgen haben: Herzkranke wurden jahrelang mit Pillen gegen Herzrhythmusstörungen behandelt. Die brachten zwar die Herzen in Takt, aber auch tausende von Patienten um. Aufgrund sorgfältiger Studien kennt man die Zusammenhänge erst heute.
Vor solchen Schäden will die so genannte Evidenzbasierte Medizin Patienten schützen. Dieses junge Fach verbindet klinische Erfahrung mit systematischer Forschung. Was im Ausland längst Alltag ist, steckt hierzulande noch in den Anfängen. Erst seit kurzem existiert ein unabhängiges Institut, das Medikamente und Therapien nach wissenschaftlicher Evidenz bewertet. Nur wenige Krankenhausmediziner und niedergelassene Ärzte setzen die Erkenntnisse konsequent um, denn die Bewegung stößt bei Pharmaindustrie, Chefärzten und manchen Patienten auf Widerstand.
Beiträge zum Nachhören
Dossier
Mord ohne Leiche - Ein Verurteilter will seine Unschuld beweisen
Sendezeit: 03.02.2012, 19:14
Geweint hat sie nie - Susanne Leonhard und ihr Sohn Wolfgang
Sendezeit: 20.01.2012, 19:15
Kulturgespräch 30.12. "Aufreger des Jahres"
Sendezeit: 30.12.2011, 19:16
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