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Dossier  01.06.2007 · 19:15 Uhr
Die meisten hierzulande adoptierten Kinder kommen nach wie vor aus Deutschland. (Bild: AP) Die meisten hierzulande adoptierten Kinder kommen nach wie vor aus Deutschland. (Bild: AP)

Wachsen ohne Wurzeln

Wie adoptierte Kinder ihr Leben meistern

Von Burkhard Reinartz

Die Medien berichten von spektakulären Auslandsadoptionen: Madonna adoptierte ein Kind aus Afrika, Gerhard Schröder einen Jungen und ein Mädchen aus Russland. Doch siebzig Prozent der angenommenen Kinder kommen aus Deutschland.

Christiane K. ist achtzehn. Mit sechs Jahren hörte sie zum ersten Mal, dass ihre Eltern fremde Menschen sind. Lange Zeit litt sie unter Ängsten und Zwangsstörungen. Dank therapeutischer Unterstützung geht es ihr heute besser. Als Martina F. mit dreizehn Jahren von ihrer Adoption erfuhr, brach für sie eine Welt zusammen. Inzwischen hat die Vierzigjährige selber Kinder. Sie hat sich mit ihrem Schicksal ausgesöhnt.

Adoptivkinder sollten so früh wie möglich über ihre Herkunft informiert werden. Nur das Aussprechen der Wahrheit kann den Teufelskreis gegenseitiger Verletzungen durchbrechen - auch wenn die Schwelle hoch ist, die da überschritten werden muss. Dennoch: Nach wie vor wünschen sich viel mehr Paare in Deutschland ein Adoptivkind, als die sinkende Zahl der Adoptionen vermuten lässt.

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