Weltweit bringt die Erwärmung Ökosysteme in Bedrängnis, und das gilt auch für Grzimeks Erbe: die Serengeti. Dort hängt alles von einem einzigen Fluss ab, dem Mara. Aber die Menschen setzen dem Fluss immer stärker zu. Sie nutzen das Wasser für Bewässerungsprojekte und holzen die Wälder für neue Farmen ab. Aber weil in den Tropen nicht die Gletscher die Feuchtigkeit für die Trockenzeit speichern, sondern die Wälder, könnte bald schon nichts mehr die Dürre aufhalten.
Trockenperioden aber werden in der Serengeti durch den Klimawandel zunehmen - und wenn dann der schwindsüchtige Mara als Wasserspender ausfällt, drohen die einzigartigen großen Herden zu verschwinden. Eigentlich müsste die Serengeti an eine andere Stelle verlegt werden, aber rund um das Reservat leben Menschen, die nicht vertrieben werden wollen.
Also suchen Wissenschaftler und Tierschützer einen Kompromiss mit der Bevölkerung zu schließen. Ziel ist es, den Tieren der Serengeti mehr Raum für ihre Wanderungen zu verschaffen, so dass sich ihre Überlebenschancen erhöhen. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Serengeti noch nicht verloren ist. Denn durch den Klimawandel könnte durchaus ein halbes Jahrhundert nach Grzimeks Rettungsmaßnahmen das Ende für die Serengeti kommen.
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