Nach dem Mauerfall kam das Versprechen "blühender Landschaften" im Osten Deutschlands. 20 Jahre später gibt es sehr wohl Erfolge - zum Beispiel im Städtebau. Jenseits der Hochkultur, und jenseits des gepriesenen Rezepts vom Nachbau West.
Die Stadt Leinefelde im Eichsfeld zum Beispiel, einst sozialistische Vorzeigestadt mit 15.000 Plattenbaubewohnern bei einer Einwohnerzahl von 16.000, war Mitte der 90er-Jahre beinahe dem Tod geweiht. Mit dem Mut, sich eigene Ziele zu setzen, schafften die Kommunalpolitiker ihre persönliche Wende: aus dem Plattenbau wurde eine Gartenstadt, aus Wohnmaschinen Stadtvillen.
Abriss war nicht das letzte Wort, Schrumpfen begriff man in Leinefelde als Chance. Leinefelde war die erste Stadt, der Bahnbrecher, das Testfeld für den Stadtumbau Ost. Das Risiko des Scheiterns war groß.
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