Das Berliner KaDeWe baut um: Bis zum hundertjährigen Jubiläum 2007 werden 40 Millionen Euro in das Traditionshaus investiert. "Premium-Ausrichtung" heißt das Zauberwort, das die Department-Stores nicht nur in Deutschland aus der Krise führen soll. "Das KaDeWe", sagt der Geschäftsführer des Hauses, "soll ein Erlebnis für alle Kunden und zum Inbegriff für Fashion, Lifestyle und Lebensart werden."
Die Aufwertung der Kaufhäuser betrifft aber nicht nur das Innendesign und eine glänzend inszenierte Präsentation von Luxusgütern in einem zum Event-Raum stilisierten Shoppingumfeld. Auch die architektonische Neugestaltung, wie man sie am Beispiel des Selfridges-Warenhauses in Birmingham sehen kann, soll dem Kaufhaus eine Attraktivität wiedergeben, die es in den letzten Jahren eingebüßt hat, als das Standardwarenhaus in eine schmucklos funktionale Architektur verbannt worden war. "Emotionale Architektur" nennt der Architekt Jan Kaplicky das, was er in Birmingham aufgebaut hat.
Wie entwickelt sich die Warenhauskultur im 21. Jahrhundert? Paris, London, Birmingham, Berlin und München bieten Beispiele. Und Kaufhausmanager, Architekten, Innendekorateure und Konsumwissenschaftler geben Antworten.
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