Überall reichen die Hightech-Sensoren in den US-amerikanischen Alltag hinein: Kameras sind an öffentlichen Plätzen installiert, Handys und Autos sind ausgestattet mit GPS-Sendern; selbst Softwareprogramme haben die Mittel der Datenerfassung bereits eingebaut.
Eine Suche im Internet, zum Beispiel bei Google, bleibt der elektronischen Überwachung nicht verborgen; jeder Einkauf mit der Kreditkarte wird registriert. Alles wird gespeichert und an private Datenfirmen geleitet. Jeder US-Bürger ist mit einem 16-stelligen Code erfasst, der den Zugriff auf seine Daten für die digitalen Sammler und Jäger mit einem Mausklick ermöglicht. In einer Welt, in der Schrecken Konjunktur hat, wird der Handel mit persönlichen Daten zu einem profitreichen Geschäft.
Damit die Sicherheitsideologie der Regierung auf der Jagd nach Verbrechern und Terroristen Erfolge zeigt, müssen die elektronischen Netze weit ausgeworfen und die Maschen enger geknüpft werden - doch immer häufiger verfangen sich Unschuldige. Die Mehrheit der US-Amerikaner scheint den Verlust der Privatsphäre zugunsten einer angeblich erhöhten Sicherheit nicht wahrzunehmen.
Produktion: Deutschlandfunk 2006
Beiträge zum Nachhören
Sport aktuell vom 11. Februar 2012
Sendezeit: 11.02.2012, 22:50
Nachwuchs-Radprofi Marcel Kittel und die Erfurter Blutaffäre
Sendezeit: 11.02.2012, 19:53
Muss Jan Ullrich jetzt zahlen? Interview mit Sportrechtler Dr. Marius Breucker
Sendezeit: 11.02.2012, 19:48
dradio-Recorder
im Beta-Test: