Deutschland scheint bis zum letzten Quadratmeter bekannt und vermessen, weiße Flecken auf der Landkarte scheint es nicht mehr zu geben. Und doch: Selbst hierzulande existieren weiträumige, unbesiedelte und offenbar unbetretbare Gebiete - die Moore.
Das Moor ist ein Zwitter zwischen Erde und Wasser, zwischen fest und flüssig, geprägt von der rauen Schönheit, einer kargen, artenarmen Tier- und Pflanzenwelt. Lange war das Moor nur Ärgernis.
Seit Jahrhunderten schickte man die Verlierer ins Moor: Man zwang Sträflinge, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge als "Moorsoldaten", die letzten großen Moore urbar zu machen.
Inzwischen sind die Moore in Deutschland viel kleiner geworden. Das Feature beschreibt Menschen, die im und mit dem Moor leben: Landwirte, die noch gelegentlich zum Torfstechen hinausgehen.
Naturschützerinnen, die abgetorfte Flächen wieder vernässen. Archäologen, die die Moore als einmalige Schatzkammern der Menschheitsgeschichte schätzen. Das Moor-Liedgut und die Literatur zeichnen meist ein düsteres Bild. Ist da, wo die Wege enden, wirklich kein Durchkommen mehr?
Regie: Uta Reitz
DLF 2009
Beiträge zum Nachhören
Freistil
Geliehene Wörter - Von Büchern, die wandern
Sendezeit: 19.05.2013, 20:06
Hol dich der Teufel - Verfluchgeschichten
Sendezeit: 12.05.2013, 20:05
Klänge des Grauens - Musik und Geräusch im Horrorfilm
Sendezeit: 28.04.2013, 20:05
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