Sie sind in die Jahre gekommen, aber täglich werden neue Varianten gesprüht: die Graffiti. Anfang der 1970er Jahre tauchten auf New Yorker Wänden die ersten verschlüsselten Farbsignaturen - "tags" - auf Häuserwänden auf. Seitdem haben die Zeichen und Bilder aus der Dose ihren weltweiten Siegeszug angetreten.
"Die sind doch krank!" empörte sich der ehemalige Innenminister Otto Schily über die Szene und sorgte für eine Gesetzesverschärfung. Seit 2005 können Graffiti-Sprayer mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Das hat der Lust am illegalen Tun jedoch keinen Abbruch getan. Die Szene hierzulande ist jung, fast ausschließlich männlich, deutsch und kommt meist aus Mittelschicht-Elternhäusern. Sind Graffiti schlicht Sachbeschädigung? Oder doch so etwas wie nicht bestellte Kunst im öffentlichen Raum? Ein Adrenalin-Kick für die männliche Jugend der Spaßgesellschaft? Oder verschlüsselte Botschaften, die wir ernst nehmen sollten?
In der Sendung erzählen Sprayer von ihren nächtlichen Obsessionen ebenso wie genervte Opfer der Farbattacken. Zu Wort kommen Graffiti-Fahnder, die die provokanten Menetekel an Wänden und Waggons zu lesen versuchen.
Diese Sendung aus dem Jahr 2007 wurde mit dem puk-Journalistenpreis, vergeben vom Deutschen Kulturrat in Berlin, ausgezeichnet.
Beiträge zum Nachhören
Freistil
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My favourite things - Das Universum der Dinge
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Klänge aus der Tiefe: Musikinstrument Erde
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