Für Jahrzehnte waren die Sudetengebiete Niemandsland, verlassen und gesichtslos; ein tschechischer Landstrich, der sich über mehr als 100 Kilometer entlang der Grenze zu Deutschland und Österreich erstreckt.
Bis 1945 lebten hier die Sudetendeutschen, die dann vertrieben wurden. Anschließend machten die kommunistischen Machthaber den entvölkerten Landstrich zu einem Sammelbecken für anderswo ungeliebte Bürger, für Roma-Familien und unqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Tschechoslowakei. Den Ortschaften ist die Folge dieser Bevölkerungspolitik bis heute anzusehen; viele der neuen Bewohner haben nie wirklich in der Region Wurzeln geschlagen. Das beginnt sich zu ändern. Eine neue Generation ist herangewachsen: junge Menschen, die der vernachlässigten Kulturlandschaft wieder ihr altes Gepräge geben wollen.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
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