Sie gehören zur englischen Hügellandschaft wie die Cottages und die grauen Feldsteinmauern: die Schafe. Denn Wolle war einst die Grundlage der englischen Textilindustrie. Ganze Dörfer wurden abgerissen, um Weideland zu schaffen für die mehr als 60 Schafrassen, die es auf der Insel gibt.
Allerdings haben die britischen Schafzüchter harte Jahre hinter sich: Die EU kürzte die Subventionen, traditionelle Bergschafe waren im Vergleich zu den hoch gezüchteten Rassen des Flachlands nicht mehr effizient, und während der Maul- und Klauen-Seuche 2001 mussten die Züchter zusehen, wie ihre Schafe herdenweise gekeult wurden.
Das Trauma sitzt immer noch tief. Und wer eine der vielen kleinen Schaf-Auktionen besucht, hört die Geschichten von früher, als Schafzucht noch eine Lebensaufgabe war. Für die alten Männer, die sich jede Woche hier versammeln, ist das ländliche Auktionshaus auch ein sozialer Treffpunkt. Und wer etwas auf sich hält, trägt heute noch einen englischen Dufflecoat, aus einer der wenigen Wollmanufakturen, die überlebt haben.
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Gesichter Europas
Im Dienste der eisernen Dame - Hinter den Kulissen des Eiffelturms
Sendezeit: 15.06.2013, 11:04
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