Die Ukraine ist das Land der Verheißung. Auf den scheinbar unendlichen Reichtum an fruchtbarer Schwarzerde hatten es sowohl Hitler als auch Stalin abgesehen. In den vergangenen Jahren kommen Bauern aus dem westlichen Europa hingegen in friedlicher Absicht.
Unternehmer und Abenteurer, die das heimatliche Dorf verlassen und sich auf den Weg in die Fremde machen. Sie haben Höfe von einer Größe gepachtet, die sie sich zu Hause nie leisten könnten. Die Ukraine ist das Land der Verzweiflung. Viele Familien in den Dörfern haben den Schock der Perestroika noch immer nicht verwunden.
Die Kolchosen wurden von einem Tag auf den anderen geschlossen. Heute pflegen die Bauern auf den wenigen Hektar, die ihnen zugeteilt wurden, wieder die traditionelle Wirtschaftsweise ihrer Großeltern. Die Regierung in Kiew indessen will hoch hinaus und hegt ehrgeizige Exportziele. Schon im nächsten Jahr sollen die Ausfuhren um rund 40 Prozent steigen. Hoffnungen, zu denen Böden und Klima sicher berechtigen - doch da sind Korruption und Klientelpolitik, die das Wachstum an vielen Stellen hemmen.
Beiträge zum Nachhören
Gesichter Europas
Im Dienste der eisernen Dame - Hinter den Kulissen des Eiffelturms
Sendezeit: 15.06.2013, 11:04
Fischfang in den Niederlanden
Sendezeit: 08.06.2013, 11:05
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