Die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verabschiedeten Anti-Terror-Gesetze haben sich nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bewährt. Das Paket habe die Möglichkeiten der Polizei zur Aufklärung von terroristischen Straftaten und Aufdeckung von Anschlagsplänen verbessert, sagte Schäuble. Daher bestehe in der Koalition das Einvernehmen, die zeitlich befristeten Gesetze zu verlängern.
Michael Groth: Der 11. September 2001, Herr Schäuble, jährt sich am Montag zum fünften Mal. Wie haben Sie damals von den Angriffen auf New York und Washington erfahren und was, haben Sie gedacht, kommt jetzt auf uns zu?
Wolfgang Schäuble: Ich erinnere mich genau. Ich kam von einer Veranstaltung, auf der ich ein Buch über die demographische Entwicklung der globalen Welt vorgestellt hatte, zurück in mein Büro, und meine Mitarbeiterin hatte den Fernsehapparat an. Ich sagte: "Was ist denn hier los?". Da war gerade das erste Flugzeug ins World-Trade-Center hineingestürzt, und die haben die Bilder gezeigt. Und während wir noch gerätselt haben, was das sein soll, kam das zweite Flugzeug. Und das war so ein entsetzliches Ereignis, dass ich mir auch gleich gedacht habe, was das genau bedeuten sollte: Ist das jetzt Krieg? Und dann so nach einigen Minuten hat man jedenfalls gewusst: Das wird ein Tag sein, der die Welt verändert .
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