Bojan Zulfikarpasic gehört seit vielen Jahren zu den stilbildenden Persönlichkeiten der französischen Jazzszene. Der in Belgrad geborene Pianist, der sich meistens nur Bojan Z nennt, kam 1988 nach Paris, wo er sich schnell als Sideman einen Namen machen konnte, vor allem bei Henri Texier und Michel Portal.
Auf seinem ersten eigenen Album präsentierte er 1993 seine Vision einer paneuropäischen Improvisationsmusik mit folkloristischen Elementen seiner serbischen Heimat. Im Laufe der Jahre hat er das ihm Bekannte aber ebenso oft gegen das Fremde eingetauscht, so zum Beispiel in einem seiner jüngsten Projekte, das er wortspielerisch "Xenophonia" nennt. Denn mit Xenophobie, der Angst vor dem Fremden, hat die Musik von Zulfikarpasic fürwahr nichts zu tun - dafür nähert sich der Musiker selbstsicher und forschend neuen Klang-Ufern. Genregrenzen sind ihm dabei genauso fremd wie klangliche Schönfärbereien. Zulfikarpasic ist ein Virtuose, der sein Können jederzeit in den Dienst seiner ungewöhnlichen Ideen zu stellen weiß.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Morgenandacht 13.02.2012
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