Dass der baden-württembergische Jazzpreis 2010 an den Pianisten Rainer Böhm ging, war kein Wunder. Böhm gehört zu den vielversprechenden Musikern der umtriebigen südwestdeutschen Jazzszene. In den unterschiedlichsten Bandkontexten hat er sich im Lauf der letzten zehn Jahre eine große stilistische und klangliche Vielseitigkeit erarbeitet.
Böhm hat die Talentschmiede des Bundesjugendjazzorchesters durchlaufen; er spielte mit Größen wie Albert Mangelsdorff, Rolf Kühn und Randy Brecker, heute aber vor allem mit Musikern seiner eigenen Generation. Nachdem Böhm früher vor allem als Sideman in Quartetten oder größeren Formationen aktiv war, hat er in jüngster Zeit begonnen, sich in Duos und in seinem eigenen Trio zu profilieren.
Sein Repertoire umfasst originelle Eigenkompositionen ebenso wie kreative Bearbeitungen bekannter Jazz-Standards. Zurückgreifen kann Rainer Böhm dabei auf ein weites pianistisches Ausdrucksvermögen - das reicht von kantigen Sololinien und atonalen Akkorden bis zur zarten Klangmalerei.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Morgenandacht 13.02.2012
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