Jeden seiner hochfliegenden Pläne hat Médéric Collignon bisher mit Bravour in faszinierende Soloalben verwandelt. Einmal nahm er sich vor, die Orchestereinspielung der Jazz-Oper "Porgy & Bess" durch Miles Davis und Gil Evans auf eine fünfköpfige Band zu übertragen.
Operation gelungen. Dann fokussierte er auf die "Bitches Brew"-Phase des "elektrischen" Miles - auch das klappte glänzend. Als sein Tonmeister auf einem langen Flug den kompletten Studioalben der britischen Rockband King Crimson lauschte, wurde Collignon sofort hellhörig.
Und arrangierte kurzum für seine Band und ein Streichquartett einige zentrale Stücke aus dem Repertoire der legendären "Art-Rocker" der 70er-Jahre um den Gitarristen Robert Fripp.
"Für mich hat Fripp das Hirn eines klassischen Komponisten und das Herz eines Jazzmusikers", sagt Médéric Collignon. "Auf der Suche nach dem zerrissenen König" - "À la Recherche du Roi Frippé", so überschreibt der französische Kornettist, Vokalakrobat und Bandleader sein aktuelles Album.
Mit dieser Platte wird einmal mehr klar, dass die junge Generation der Jazzmusiker in Frankreich sich massiv von dem beeinflussen lässt, was die britische Zeitung Melody Maker einst als "Prog-Rock" bezeichnete. Der King Crimson-Drummer Bill Bruford spendete Collignon höchstes Lob für seine mutige Tat.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
Sendezeit: 15.06.2013, 22:50
Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
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"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
Sendezeit: 15.06.2013, 20:40
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