Leere Spielplätze, verödete Städte, diskriminierte Alte Deutschland schrumpft und wir müssen hilflos zusehen. Keineswegs, meinen manche Experten. Die demografische Entwicklung muss nicht in einer Katastrophe enden. Die viel diskutierte "Angststarre" vor der "Vergreisung" unserer Gesellschaft hilft niemandem weiter. Nicht jenen, die für ein positives Bild älter werdender Menschen in unserer Gesellschaft kämpfen und auch nicht jenen, die für mehr Generationengerechtigkeit plädieren.
Anstatt den Generationenvertrag zu kündigen und ins Ausland abzuwandern, könnten die heute ganz jungen Bundesbürger ebenso wie die heute noch Ungeborenen in Zukunft vom demografischen Wandel profitieren: Schon bald werden qualifizierte Arbeitskräfte in Deutschland zur Mangelware. Und wenn weniger Kinder auch bessere Bildung in weniger überfüllten Schulklassen und Hörsäalen bedeutet, dann könnte die demografische Entwicklung eine echte Chance sein. Wenn...! Doch die Weichen für eine bessere Zukunft müssen jetzt gestellt werden, warnen die Demografen. Beispielsweise zugunsten einer anderen Bildungs- und Familienpolitik. Doch wissen die Jungen eigentlich, dass in der "Unterjüngung", wie es auf Neudeutsch heißt, auch interessante Aussichten für einen Umbau unserer Gesellschaft liegen? Was können Politik und Gesellschaft tun, damit der demografische Wandel zur Chance und nicht zum Desaster wird?
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Gesprächsteilnehmer:
Kirsten Hirschmann, Unternehmerin und gewählte Bundesvorsitzende 2007 der Wirtschaftsjunioren Deutschland, Eberstadt
Harald Wilkoszewski, Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock
Kendra Stenzel, Ressortleiterin "Junge Zeiten" beim Kölner Stadt Anzeiger und Studentin
Susanne Tatje, Projektbeauftragte Demographische Entwicklungsplanung, Bielefeld
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