Als Fabrikarbeiter am Fließband, als Restaurantbetreiber oder als Bergleute unter Tage haben die ersten Gastarbeiter in Deutschland gearbeitet - für ein besseres Leben zu Hause, nach der Rente. Doch daraus wurde nichts. Heute leben in Deutschland mehr als eine Millionen Migranten, die über 60 Jahre alt sind und nicht, wie geplant, in ihre Heimatländer zurückkehrten.
Mit dem Alter und dem Altwerden in Deutschland haben sich die meisten nie beschäftigt - weder mit Altenheimen, Pflegediensten, sozialen Kontakten noch mit den alltäglichen Problemen als Rentner.
Oft fehlen Angebote die auf die sprachlichen und kulturellen Bedürfnisse ausgerichtet sind, und schlechte Erfahrungen mit Behörden und die Angst, sich an Ämter zu wenden, führen häufig zur Vereinsamung.
Denn das Bild der Migranten, die in traditionelle Großfamilien eingebunden sind, hat sich gewandelt: Ihre Kinder gehen heutzutage genauso ihre eigenen Wege wie die deutschen Altersgenossen.
Bislang gibt es nur einzelne Projekte, bei denen die Bedürfnisse ausländischer Senioren wie Sprache, Religion, Essgewohnheiten berücksichtigt werden. Wie gestaltet sich das Altwerden in Berlin, Hamburg oder München? Wie funktioniert das Miteinander der Generationen? Sind Altenheime und Pflegedienste auf die Betreuung älterer Migranten vorbereitet?
Gesprächspartner:
Altun Aktürk, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Seniorenvertretung Berlin-Neukölln
Alexander Jansen, Spätaussiedler aus der Ukraine/Russland
Hatice Akyün, Journalistin und Autorin des Buches "Ali zum Dessert - Leben in einer neuen Welt"
Dr. Peter Zeman, Deutsches Zentrum für Altersfragen
Nejla Kaba-Retzlaff, Leiterin des Türk Bakim Evi-Seniorenheim, Berlin-Kreuzberg
Beiträge zum Nachhören
Lebenszeit
Was spricht für die Abschaffung des gesetzlichen Rentenalters?
Sendezeit: 10.02.2012, 10:10
Sex-Umfrage I
Sendezeit: 03.02.2012, 10:13
Immer früher, immer freier? Der Umgang mit Sexualität heute
Sendezeit: 03.02.2012, 10:11
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