Seit knapp sieben Jahren gibt es in Deutschland ein neues Entgeltsystem für Wissenschaftler: die sogenannte W-Besoldung. W steht für Wissenschaft. Die Besoldungsstufen W1, W2 und W3 haben die früher üblichen Professorengehälter C1-4 abgelöst.
Seit dieser Reform erhalten neu eingestellte Professoren nur noch ein Grundgehalt, das um 25 Prozent niedriger ausfällt als bei der C-Besoldung. Und es steigt auch nicht mehr, wie früher üblich, mit dem Dienstalter. Die ProfessorInnen können über Leistungszulagen ihre Gehälter aufbessern, doch die meisten kommen über ein paar hundert Euro, wenn überhaupt, nicht hinaus.
Deshalb hat ein Chemieprofessor gegen das zu niedrige Grundgehalt geklagt. Sein Fall wird am kommenden Dienstag, 14. Februar, als Präzedenzfall vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden.
PISAplus diskutiert: Weniger Grundgehalt für Professoren, dafür Leistungsanreize: Bringt das etwas im Kampf um die besten Köpfe? Ist die W-Besoldung ein Leistungsanreiz oder eine Zumutung? Jammern die Professoren auf hohem Niveau, oder haben sie tatsächlich Grund zu Klage?
Gesprächsgäste sind:
*Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes
*Gerhard Möller, Kanzler der Ruhr-Universität Bochum
*Bettina M. Pause, Professorin am Institut für experimentelle Psychologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
*Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
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PISAplus, 11.02.2012, komplette Sendung
Sendezeit: 11.02.2012 14:05
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