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PROGRAMMTIPP DEUTSCHLANDFUNK
 
Politische Literatur  28.08.2006 · 19:15 Uhr
Rentnerinnen sitzen auf einer Parkbank. (Bild: AP) Rentnerinnen sitzen auf einer Parkbank. (Bild: AP)

Wider die Furcht vor der Überalterung

Nicholas Strange: "Keine Angst vor Methusalem!"

Schwerpunkt der Sendung ist die Kolonialgeschichte Afrikas. Den Anteil des französischen Dichters und Theoretikers der Négritude, Léopold Sédar Senghor, des ersten Präsident des Senegal, am afrikanischen Aufbruch im 20. Jahrhundert beleuchtet der Autor Janos Riesz.

Ein historischer Sonderfall, weil von deutscher Kolonialherrschaft lange unberührt, waren die Königreiche Ruanda und Urundi (heute Burundi) in Ostafrika. So nennt Helmut Strizek sie denn auch "Geschenkte Kolonien". Und in seiner Biografie "Kolonialheld für Kaiser und Führer" versucht Uwe Schulte-Varendorff, den legendären wie umstrittenen General von Lettow-Vorbeck zu entmystifizieren.

Außerdem stellen wir gewissermaßen einen "Anti-Schirrmacher" vor: Der britische Ökonom Nicholas Strange legt in seinem Buch "Keine Angst vor Methusalem" dar, weshalb wir mit dem Altern unserer Bevölkerung gut leben können. Der Medizinjurist Oliver Tolmein schließlich hat sich in die schwierige Diskussion um das Thema Sterbehilfe eingeschaltet: "Keiner stirbt für sich allein" heißt der Titel .

Nicholas Strange: Keine Angst vor Methusalem! Warum wir mit dem Altern unserer Bevölkerung gut leben können
zu Klampen Verlag, Springe 2006, 138 Seiten
18 Euro
Rezension: Sandra Pfister

Janos Riesz: Leopold Sedar Senghor und der afrikanische Aufbruch im 20. Jahrhundert
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2006, 348 Seiten
24,90 Euro
Rezension: Gaby Mayr

Helmut Strizek: Geschenkte Kolonien Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft
Ch. Links Verlag, Berlin 2006, 224 Seiten
19,90 Euro
Rezension: Günter Beyer

Uwe Schulte-Varendorff: Kolonialheld für Kaiser und Führer General Lettow-Vorbeck - Eine Biographie
Ch. Links Verlag, Berlin 2006, ca. 240 Seiten
22,90 Euro
Rezension: Reiner Scholz

Oliver Tolmein: Keiner stirbt für sich allein. Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung
C.Bertelsmann Verlag,München 2006, 256 Seiten
14,95 Euro
Rezension: Renate Faerber-Husemann

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