Er war ein Schöngeist, komponierte und spielte Flöte, modernisierte den preußischen Staat - und zettelte mehrere Kriege an. 2012 wird an die unterschiedlichen Facetten von Friedrich dem Großen erinnert, sein Geburtstag jährte sich am 24. Januar zum 300. Mal.
Einerseits gab sich der Preußenkönig volksnah und übernahm das Gedankengut der Aufklärung. "Ich bin der erste Diener meines Staates" - so lautete sein Wahlspruch. Sein Briefwechsel mit Voltaire zählt zu den geistvollen Zeugnissen des 18. Jahrhunderts. Bürgerliche Tugenden von Fleiß, Disziplin, Ordnung, Toleranz und Pflichtbewusstsein verbinden sich mit seiner Regierungszeit.
Doch im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Bild des 1786 in Potsdam verstorbenen Königs immer mehr verklärt. Seine militärischen Erfolge galten als Grundstein des deutschen Nationalstaates, Preußen als Keimzelle deutscher Größe.
Nachdem die Nationalsozialisten ein für sie passendes Preußenbild konstruierten und Adolf Hitler sich in eine Reihe mit Friedrich dem Großen stellte, war es vorbei mit Glanz und Gloria. Nach 1945 war Preußen für viele nur noch ein Hort des deutschen Militarismus, Größenwahns und Untertanengeistes.
Das Deutschlandradio beleuchtet das Leben und Wirken Friedrichs des Großen und hat aus diesem Anlass ein Portal eingerichtet.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Panorama des versehrten Glücks
Sendezeit: 25.05.2012, 20:10
Medienquartett - Wo bleibt die Medienanstalt der Länder?
Sendezeit: 25.05.2012, 19:14
Kommentar: Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan
Sendezeit: 25.05.2012, 19:12
dradio-Recorder
im Beta-Test: