Mit offener Rotweinpulle in der Parkatasche, Zigarettenkippe im Mundwinkel, langen Haaren, Vollbart und Römerlatschen trafen sich ostdeutsche Hippies beziehungsweise die Blueser oder Kunden, wie sie damals in der DDR genannt wurden, zu Tausenden Anfang der 80er-Jahre in einigen Kirchen Ostberlins und feierten ihre Musik - den Blues.
Bluesmessen nannte sich diese Form von Happenings unterm Kirchendach. Das waren keine normalen Gottesdienste, sondern Stimmen des Protests gegen das System. Es ging um Gängelung und Unfreiheit, um das Leben der jungen Menschen in der DDR, geprägt von Anpassung, verordnetem FDJ-Frohsinn und politischer Enge. Zu den Bluesmessen kamen die Langhaarigen aus der ganzen kleinen ostdeutschen Republik angetrampt - aus Plauen, Rostock oder Görlitz.
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Di 24. November 1:05
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