Mehr kann man sich nicht vornehmen: ein Buch über alles. So kündigt der Schriftsteller und Essayist Navid Kermani seinen neuen Roman mit dem Titel "Dein Name" an. Nach kürzeren erzählerischen Texten wie "Das Buch der von Neil Young Getöteten" (2002) und "Kurzmitteilung" (2007) ist dies mit über 1000 Seiten sein bisher umfangreichstes Buch.
Erzählt wird das, was den Menschen ausmacht: Leben, Tod, Alltag, die Geschichte der Familie und Bruchstücke der Vergangenheit. Nicht nur von orientalischen Traditionen ist die Rede, sondern auch von elektrisierenden Lektüren wie Jean Paul und Hölderlin.
Navid Kermani ist allein durch sein multikulturelles Dasein ein Beispiel für neue Biografien mit verschiedenen kulturellen Verankerungen. Er wurde 1967 als Sohn iranischer Eltern in Siegen geboren, studierte in Köln, Kairo und Bonn, lebte einige Jahre in Isfahan und ist jetzt in Köln zu Hause.
In seinem umfangreichen essayistischen Werk geht Kermani immer wieder den verschiedenen Prägungen auf den Grund. Auch an der Debatte um den Islam in Deutschland hat sich der habilitierte Orientalist mit mehreren Büchern beteiligt.
Im Studio LCB liest Navid Kermani zum ersten Mal aus seinem Roman und diskutiert mit dem Literaturkritiker Andreas Isenschmid und dem Verleger Egon Ammann, der 2010 seinen gleichnamigen Verlag nach 29 Jahren auflöste, über den Zusammenhang von Literatur und Wirklichkeit.
Gesprächspartner: Andreas Isenschmid und Egon Ammann
Moderation: Maike Albath
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
US-Präsident Obama erklärt Drohneneinsätze und Sicherheitspolitik
Sendezeit: 24.05.2013, 05:07
Nachruf auf den Chansonnier Georges Moustaki
Sendezeit: 23.05.2013, 23:51
EU-Kommission rudert beim Olivenöl zurück
Sendezeit: 23.05.2013, 23:47
dradio-Recorder
im Beta-Test: