John Hurt war ein Meister der leisen Töne. Sanftheit und Zärtlichkeit assoziiert man nicht unbedingt mit der Bluesmusik. Doch nichts trifft in der Kürze besser, was seine Vortragskunst auszeichnet. Der Mann, den man Mississippi John Hurt nannte, entwickelte einen faszinierenden Gitarrenstil, der heute durch DVDs und Handbücher demonstriert wird.
Andres Segovia soll, als man ihm Hurts Platten vorspielte, gefragt haben, wer der zweite Gitarrist sei. 1928 hatte der junge John Hurt ein paar heute berühmte, aber erfolglose Platten für das Okeh-Label aufgenommen. Aber erst Anfang der 60er-Jahre stöberte ihn ein Bluesfan namens Tom Hoskins in seinem Heimatdorf Avalon im ländlichen Süden auf.
Mit harter Feldarbeit hatte John Hurt all die Jahre seine Familie ernährt; plötzlich wurde er bei den großen Folk- & Blues-Festivals in den USA von Tausenden gefeiert. Doch das Land, von dem der stille und bescheidene Mann mit den sanften Gesichtszügen sang, hatte kaum noch etwas gemeinsam mit dem neuen Amerika. John Hurt war nicht nur Bluesmusiker, er war ein Songster - jemand, der aus dem kollektiven Gedächtnis der Zwischenwelten von Folk und Blues vieles aufnahm und zu einem unverwechselbar eigenen Stil umformte.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
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Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
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"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
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