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Wissenschaft im Brennpunkt  14.03.2010 · 16:30 Uhr
Krankheiten können sich Menschen im Extremfall sogar andenken.  (Bild: Stock.XCHNG / Adam Ciesielski) Krankheiten können sich Menschen im Extremfall sogar andenken. (Bild: Stock.XCHNG / Adam Ciesielski)

Die Macht der bösen Gedanken

Wie der Geist den Körper krank macht

Von Kristin Raabe

Flüche funktionieren. Zahlreiche Fälle sind bekannt, von Menschen, die allein durch den Glauben an eine Krankheit krank wurden und im Extremfall sogar starben. Dazu braucht es keine schwarze Magie, eine falsche ärztliche Prognose reicht oft schon aus - Mediziner sprechen vom Nocebo-Effekt, dem bösen Bruder des Placebo-Effekts.

Aus dem Norden Kanadas ist folgende Geschichte überliefert: Moneapik, ein kräftiger, junger Inuit, hatte sich den Zorn des Medizinmannes zugezogen. "Ich befehle Dir zu sterben!", soll dieser ihm zugerufen haben. Moneapik gab daraufhin all sein Tun auf, zog sich in seine Hütte zurück und war vier Tage später tot.

Genauso wie der Glaube heilen kann, kann er auch krank machen. Wie solche dramatischen Effekte zustande kommen, beginnen Wissenschaftler erst langsam zu verstehen. Sie suchen in der körpereigenen Biochemie nach Spuren und werden fündig. Inzwischen gibt es keinerlei Zweifel mehr: Die Macht der bösen Gedanken ist sehr real.

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