Historiker befürchten riesige Datenverluste, weil die Langzeitspeicherung digitaler Daten nicht gelöst ist. Was man zu Hause im Kleinen erlebt mit alten Disketten, die der Computer nicht mehr lesen kann, das droht Archiven im Großen. Der Vorteil der bequemen Handhabung digitaler Daten, beim Schreiben, Fotografieren oder bei Musik und Videos verdeckt, dass ihre Speicherung über längere Zeiträume ungeklärt ist.
Erst seit wenigen Jahren befassen sich Wissenschaftler, Archive und Büchereien mit der Frage, wie man digitale Werke speichern kann, so dass sie so lange, wie Bücher oder Akten halten. Die Speicherung ist wegen der benötigten Technik recht aufwändig. Standards werden erst erarbeitet. Noch kennt niemand die laufenden Kosten der Langzeitspeicherung. Es werden aber bereits Grundbuch, Patientenakten und andere wichtige Daten digitalisiert. E-Mails und Webseiten sind normalerweise digitale Dateien. Soll man alles ausdrucken? Alles auf CDs speichern? Wie sonst?
Allein wegen der großen Menge werden Daten verloren gehen, selbst wenn Archiven, Bibliotheken oder Museen in Zukunft genügend Geld und Fachleute zur Verfügung stünden. Ärmere Länder haben diese Möglichkeiten nicht. Sie werden mit den Daten einen Teil ihrer Geschichte verlieren.
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