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Die Europäische Union macht ernst. Nach Jahren zäher
Verhandlungen wurden auf dem Kopenhagener Gipfel die
Weichen für die größte Erweiterungsrunde seit Bestehen
der Union gestellt. Für zehn Beitrittskandidaten öffnet sich
im kommenden Jahr die Türe zur EU.
Kein Zweifel, die Osterweiterung trifft
nicht überall auf Begeisterung. In einzelnen
Beitrittsländern geht die Sorge
um, die in Teilbereichen noch instabilen
Volkswirtschaften könnten dem
Konkurrenzdruck durch die etablierten
Industriestaaten Westeuropas nicht
standhalten. Auch bei den Alt-Mitgliedern
der Union ist eine gehörige
Portion Skepsis anzutreffen. Ein ganz
anderer Punkt der Besorgnis gilt der
Handlungsfähigkeit der Union. Schon
jetzt ist die Willensbildung in der Gemeinschaft
außerordentlich kompliziert.
In der historischen Perspektive ist
Kleinmut allerdings fehl am Platz.
Vor gut zehn Jahren sorgten die
Völker Osteuropas dafür, dass die
kommunistische Zwangsherrschaft
zusammenbrach. Mit der Aufnahme
Polens, Tschechiens, Ungarns, der
Slowakei, Sloweniens und der baltischen
Staaten in die EU wird die
Spaltung Europa nun endgültig
überwunden.
Der Deutschlandfunk widmet der
bevorstehenden Erweiterung einen
großen Programmschwerpunkt.
Unter der Überschrift »10 plus
Ein Europa. Nahaufnahmen aus
den Beitrittsländern« steht in der
ersten Woche eines jeden Monats
eines der künftigen Neumitglieder
im Deutschlandfunk unter besonderer
Beobachtung.
Die Länder
Die Kooperationspartner
- Der Tagesspiegel
- Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
- Das Europäische Parlament
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