Blick auf das sowjetische Straflager Perm 36, rund 120 Kilometer von der Stadt Perm am Ural entfernt. (Bild: Mario Bandi)
Tausende von Straflagern bildeten einst den Archipel Gulag in der Sowjetunion, nur eines ist als Museum und Dokumentationsstätte erhalten: Perm 36, rund 120 Kilometer von der Stadt Perm am Ural entfernt. Hier wird die Erinnerung an die Unterdrückung der Sowjetzeit wach gehalten, zugleich ist es in jedem Sommer Treffpunkt der Jugend.
Ein internationales kulturpolitisches Forum im "Pilorama" (Sägewerk) bietet ehemaligen politischen Häftlingen Gelegenheit, sich auszutauschen, zieht aber auch jene an, die sich mehr für Musik als für Vergangenheitsbewältigung interessieren.
Autor Mario Bandi, selbst in Perm geboren, ist ihnen begegnet: den alten Männern, die hier jahrelang gequält wurden, dem früheren Aufseher, dessen Insiderwissen jetzt dem Lagermuseum zugute kommt, den jungen Leuten, die Beethovens Freiheitsoper "Fidelio" hinter den Stacheldrahtzäunen in Szene setzen, den Alten, die immer noch bewundernd zu Stalin aufblicken, und dem dynamischen Bürgermeister, der Perm zur europäischen Kulturhauptstadt machen will.
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